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Gottesdienst im Kirchgemeindehaus


28. April 2019: „Feuertaufe“ und Taufe im Kirchgemeindehaus

Das Kirchgemeindehaus hat seine Feuertaufe und damit seine Bewährungsprobe als Ersatz für die Kirche während der Renovationszeit mit Bravour überstanden. Auch die beiden munteren Täuflinge fühlten sich auf der Bühne des hellen und gemütlich warmen Kirchgemeindesaales sichtlich wohl.

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Trotz Schneegestöber waren die Stühle im Saal des Kirchgemeindehauses, das sich seit seiner Eröffnung zu einem unverzichtbaren Zentrum für Herisau entwickelt hat, gut besetzt. Heidi Meier, Klavier, und Edith Meier, Saxophon, stimmten musikalisch und Pfarrer Frank Wessler mit besinnlichen Worten in den Gottesdienst ein. Es war eine Freude, zu sehen, wie die als kleine „Gäste“ anwesenden Kinder in die Vorbereitung der Taufe einbezogen wurden und mit welcher Begeisterung sie die feierlich gestaltete Handlung verfolgten. Berührende Worte der beiden „Gottis“ an ihre Gottenkinder und die Überreichung der Taufknospen beendeten die erste Taufe im Kirchgemeindehaus.
Anstelle der traditionellen Predigt folgte ein lockeres Zwiegespräch zwischen den Emmaus-Jüngern Kleopas und Thaddäus. Die beiden sprachen über ein Erlebnis, das sie nachhaltig und tief berührt hatte: „Es läuft mir immer noch kalt den Rücken herunter, wenn ich an das Essen damals zurück denke! – Mir auch, Kleopas. Und dass wir beide das erleben durften! Wir gehörten ja gar nicht zu den erwählten Zwölfen.“  Die gespannte Stille im Saal war Zeichen dafür, dass man der aus der Bibel bekannten Episode aufmerksam zuhörte. Mit der Idee dieses Zwiegesprächs hatte Frank Wessler den intimen Rahmen des Kirchgemeindesaals genutzt und die höchst aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer zum Nachdenken angeregt. 

Das Schlusslied des Gottesdienstes war durch das Datum gesetzt: Das Landsgemeindelied, stehend und von den älteren Anwesenden möglicherweise mit etwas Wehmut gesungen. Den musikalischen Schlusspunkt setzte gekonnt das Frauenteam Heidi und Edith Meier.
Jetzt zeigte sich einmal mehr, wie vielseitig das neue Kirchgemeindehaus genutzt werden kann: in wenigen Minuten waren Tische aufgestellt und gedeckt, und der Duft, der sich von der Profi-Küche her verbreitete, half auch den noch Unentschlossenen, sich für das „Mittagessen in der Kirche“ zu entscheiden. Vier Köche des Männerkochclubs „unter der Terebinthe“ hatten mit Professionalität und Eifer Risotto in drei Varianten, einen perfekten gemischten Salat und als Dessert einen herrlichen Fruchtsalat zubereitet. In der Datei „Erinnerungen an den Landsgemeindesonntag 2019“ werden nicht nur der eindrücklichen Tauf-Gottesdienst, sondern auch der kulinarische Ausklang gespeichert sein. 

 Ursula Slongo